Nie wieder Missverständnisse Der einfache Weg zu top Kommunikation als Jugendleiter

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Als erfahrene Jugendleiterin weiß ich nur zu gut: Manchmal fühlen wir uns im Umgang mit Jugendlichen wie Sprachforscher, die eine völlig neue Sprache lernen müssen!

Die Welt der jungen Menschen dreht sich rasend schnell – von den neuesten TikTok-Trends über Discord-Gruppen bis hin zu den ernsthaften Herausforderungen, die soziale Medien mit sich bringen können, wie Cybermobbing oder die Suche nach der eigenen Identität in einer digital vernetzten Welt.

Da ist es doch klar, dass unsere traditionellen Kommunikationsansätze oft an ihre Grenzen stoßen, oder? Ganz ehrlich, ich habe selbst oft gestaunt, wie Jugendliche heute kommunizieren, wie schnell sich ihre Codes ändern und wie wichtig es ist, Empathie und echtes Verständnis zu zeigen, um überhaupt eine Verbindung aufzubauen.

Es geht nicht nur darum, was wir sagen, sondern wie wir es sagen, und vor allem, wie gut wir zuhören können. Die Zukunft der Jugendarbeit hängt maßgeblich davon ab, wie gut wir unsere Kommunikationsfähigkeiten an diese dynamische Realität anpassen können, um junge Menschen wirklich zu erreichen, zu fördern und ihnen einen sicheren Raum zu bieten.

Bereitet euch darauf vor, wertvolle Einsichten zu gewinnen!

Es ist wirklich erstaunlich, wie schnell sich die Welt unserer Jugendlichen dreht, oder? Kaum hat man einen Trend verstanden, ist er auch schon wieder überholt und eine neue App, ein neues Meme oder ein neuer Slang-Ausdruck beherrscht die Szene.

Ich habe das in meiner langjährigen Arbeit als Jugendleiterin immer wieder erlebt und muss gestehen, dass es manchmal eine echte Herausforderung ist, den Anschluss nicht zu verlieren.

Aber genau das ist es, was unsere Arbeit so spannend macht: Wir müssen flexibel bleiben, uns immer wieder neu einstellen und vor allem – uns wirklich für ihre Welt interessieren.

Es geht nicht darum, selbst zum “coolen Influencer” zu werden, sondern darum, eine Brücke zu bauen. Eine Brücke des Verständnisses und des Vertrauens.

Denn nur so können wir sie erreichen, wenn sie uns brauchen, sei es bei kleinen Sorgen oder großen Problemen, die manchmal im Verborgenen lauern.

Die digitale Welt verstehen: Wo Jugendliche wirklich leben

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Früher waren Jugendtreffs und Bolzplätze die zentralen Orte, an denen sich junge Menschen trafen und austauschten. Heute? Klar, diese Orte gibt es immer noch, und sie sind wichtiger denn je für persönliche Begegnungen. Aber ein riesiger Teil des sozialen Lebens hat sich ins Digitale verlagert. Wenn ich mit den Jugendlichen spreche, merke ich schnell: Ihre sozialen Netzwerke sind nicht nur ein Zeitvertreib, sondern essenzieller Bestandteil ihrer Identität und ihrer Freundschaften. Plattformen wie TikTok, Instagram, Discord oder Twitch sind ihre Wohnzimmer, ihre Bühnen und ihre Diskussionsforen zugleich. Manchmal fühle ich mich wie eine Ethnologin, die eine völlig neue Kultur erforscht. Es ist faszinierend zu sehen, wie schnell sich hier Codes, Memes und Sprachmuster entwickeln und wie wichtig es ist, diese Dynamik zumindest ansatzweise zu verstehen, um nicht völlig den Faden zu verlieren. Die Fähigkeit, digitale Trends zu erkennen und ihre Auswirkungen auf das Verhalten und die Gefühlswelt der Jugendlichen zu dekonstruieren, ist meiner Meinung nach eine Kernkompetenz für uns alle in der Jugendarbeit geworden. Es geht nicht darum, alles mitzumachen, sondern zu verstehen, was hinter den Bildschirmen passiert. Laut aktuellen Jugendstudien verbringt die Mehrheit der Jugendlichen täglich mehrere Stunden online, und dieser Trend setzt sich fort. Die digitale Präsenz ist für sie oft wichtiger als die physische, was uns vor neue pädagogische Herausforderungen stellt. Wir müssen lernen, in dieser digitalen Landschaft Orientierung und Unterstützung zu bieten, ohne belehrend zu wirken oder ihre digitalen Freiräume zu verurteilen. Nur wenn wir ihre digitalen Lebenswelten als realen Bestandteil ihrer Identität anerkennen, können wir überhaupt eine Verbindung herstellen und Vertrauen aufbauen.

TikTok, Discord und Co.: Die neuen Treffpunkte

Die Art und Weise, wie Jugendliche heute kommunizieren, ist so vielfältig und dynamisch wie nie zuvor. TikTok ist für viele nicht nur eine Plattform für kurze, unterhaltsame Videos, sondern auch ein Ort, an dem sich Trends rasend schnell verbreiten, Meinungen gebildet und Identitäten geformt werden. Ich habe selbst schon oft zugesehen und gestaunt, wie kreativ und mutig sie sich dort präsentieren. Discord wiederum fungiert für viele als digitaler Treffpunkt für engere Freundeskreise oder Interessengruppen, wo sie sich in Text-, Sprach- und Videochats austauschen, Spiele spielen oder gemeinsam lernen. Es ist quasi ihr privater Online-Raum, in dem sie sich sicher fühlen und offen miteinander umgehen können. Die vermeintliche Anonymität des Internets erlaubt es ihnen oft, Themen anzusprechen, die sie im direkten Gespräch vielleicht scheuen würden. Für uns ist es entscheidend, diese Plattformen nicht als Bedrohung zu sehen, sondern als Fenster in ihre Gedankenwelt. Wir müssen die grundlegenden Mechanismen dieser Netzwerke verstehen – wie Inhalte viral gehen, wie Communities entstehen und welche Sprache dort gesprochen wird – um ihre Kommunikationsmuster richtig einordnen zu können. Das hilft uns, Gesprächsthemen zu finden und uns nicht wie Außerirdische zu fühlen, wenn sie von “Streaks”, “DMs” oder “No-Cap” sprechen. Die Kenntnis dieser digitalen “Sprache” ist ein Türöffner und zeigt ihnen, dass wir uns wirklich bemühen, ihre Lebensrealität zu verstehen.

Cybermobbing und digitale Spuren: Herausforderungen erkennen

Wo Licht ist, ist leider oft auch Schatten, und das gilt besonders für die digitale Welt. Cybermobbing ist eine der größten und oft unsichtbaren Gefahren, denen Jugendliche online ausgesetzt sind. Es sind die heimlichen Angriffe, die verletzenden Kommentare unter dem Deckmantel der Anonymität oder die gezielte Ausgrenzung in Online-Gruppen, die tiefe Wunden hinterlassen können. Ich habe miterlebt, wie solche Vorfälle das Selbstwertgefühl junger Menschen massiv erschüttern und sie in eine Spirale aus Angst und Isolation ziehen können. Auch das Thema “digitale Spuren” ist etwas, das wir oft mit den Jugendlichen besprechen müssen. Was einmal im Netz ist, bleibt oft für immer – ein Gedanke, der vielen jungen Menschen, die im Moment leben, schwerfällt zu begreifen. Peinliche Fotos, unüberlegte Kommentare oder falsche Informationen können später im Leben zu echten Problemen werden, sei es bei der Jobsuche oder im sozialen Umfeld. Es ist unsere Aufgabe als Jugendleiter, ein Bewusstsein für diese Risiken zu schaffen, ohne dabei Panik zu verbreiten. Wir müssen ihnen Werkzeuge an die Hand geben, wie sie sich schützen können, wann sie sich Hilfe holen sollten und wie wichtig es ist, respektvoll miteinander umzugehen – online wie offline. Dies erfordert von uns eine Mischung aus technischem Grundwissen, psychologischem Verständnis und vor allem viel Empathie, um die Anzeichen von digitalem Stress oder Mobbing frühzeitig zu erkennen und adäquat reagieren zu können. Nur so können wir einen sicheren Raum schaffen, in dem sie über ihre Ängste und Erfahrungen sprechen können, ohne sich verurteilt zu fühlen.

Aktives Zuhören: Mehr als nur Hinhören – Es ist eine Kunst!

Ich glaube, wenn es eine Superkraft gibt, die wir in der Jugendarbeit entwickeln müssen, dann ist es die des aktiven Zuhörens. Ich habe unzählige Male beobachtet, wie ein offenes Ohr Wunder wirken kann, wo Ratschläge einfach abprallen würden. Es ist so einfach, jemanden sprechen zu lassen und dabei schon im Kopf die eigene Antwort zu formulieren. Aber echtes Zuhören, das ist etwas ganz anderes. Es bedeutet, die eigenen Gedanken beiseitezuschieben, sich voll und ganz auf das Gegenüber zu konzentrieren und zu versuchen, nicht nur die Worte, sondern auch die dahinterliegenden Gefühle und Botschaften zu erfassen. Gerade bei Jugendlichen, die oft noch dabei sind, ihre Gedanken und Emotionen zu sortieren, ist das von unschätzbarem Wert. Manchmal sagen sie etwas, meinen aber etwas ganz anderes. Manchmal brauchen sie einfach nur jemanden, der da ist, zuhört und nicht sofort eine Lösung parat hat. Ich erinnere mich an einen Jugendlichen, der stundenlang über seine Schulprobleme sprach. Ich habe kaum etwas gesagt, nur genickt, ab und zu eine kurze Frage gestellt. Am Ende meinte er: “Danke, das hat gutgetan. Jetzt weiß ich, was ich machen muss.” Er hat die Lösung selbst gefunden, einfach weil er den Raum hatte, seine Gedanken zu ordnen, während ich ihm zuhörte. Das ist die Magie des aktiven Zuhörens: Es stärkt die Selbstwirksamkeit der Jugendlichen und baut eine Vertrauensbasis auf, die für alle weiteren Interaktionen unerlässlich ist.

Die Ohren spitzen und die Seele öffnen

Aktives Zuhören geht weit über das bloße Verstehen der gesprochenen Worte hinaus. Es bedeutet, alle Sinne zu schärfen und auch die Zwischentöne wahrzunehmen. Ich persönlich versuche immer, mir genug Zeit zu nehmen und einen ruhigen Ort zu schaffen, wenn ein Jugendlicher etwas Wichtiges erzählen möchte. Es geht darum, nicht nur mit den Ohren, sondern auch mit den Augen und dem Herzen zuzuhören. Was verrät die Körperhaltung? Ist der Blickkontakt direkt oder weicht er aus? Welche Emotionen schwingen in der Stimme mit, auch wenn die Worte selbst neutral klingen? Manchmal ist es ein tiefer Seufzer, ein nervöses Zupfen an der Kleidung oder ein Blick ins Leere, der mehr aussagt als tausend Worte. Ich habe gelernt, diese kleinen Signale zu deuten und sie als Anhaltspunkte zu nehmen, um tiefer nachzufragen oder einfach nur präsent zu sein. Es ist ein Prozess des Einfühlens, bei dem wir uns selbst zurücknehmen und versuchen, die Welt durch die Augen des anderen zu sehen. Das erfordert Übung und eine große Portion Geduld, aber die Belohnung ist unbezahlbar: ein Gefühl der Verbundenheit und des Verständnisses, das Jugendliche sehr selten erfahren und deshalb umso mehr schätzen. Es ist, als würden wir ihnen signalisieren: “Ich bin ganz bei dir, was auch immer es ist, das dich bewegt.”

Rückfragen stellen, die wirklich interessieren

Einfaches Nicken und “Mhm” sind ein guter Anfang, aber um wirklich in die Tiefe zu gehen, sind gezielte Rückfragen unerlässlich. Aber Vorsicht: Es geht nicht darum, ein Verhör zu führen! Die Fragen sollten offen sein, Raum für eigene Gedanken lassen und echtes Interesse widerspiegeln. Statt “Hast du das verstanden?” frage ich lieber: “Was ist deine Sichtweise darauf?” oder “Wie geht es dir damit?”. Besonders wirkungsvoll sind Fragen, die die Gefühle und Gedanken der Jugendlichen adressieren, wie “Das klingt, als würde dich das sehr beschäftigen – lieg ich da richtig?” oder “Was denkst du, könnte in dieser Situation hilfreich sein?”. Ich habe festgestellt, dass es wichtig ist, paraphrasierend zusammenzufassen, was man verstanden hat, um sicherzustellen, dass man auf derselben Wellenlänge ist und um dem Jugendlichen das Gefühl zu geben, wirklich gehört zu werden. Zum Beispiel: “Wenn ich dich richtig verstehe, machst du dir Sorgen, weil…” Das zeigt nicht nur, dass man zugehört hat, sondern gibt dem Jugendlichen auch die Möglichkeit, Missverständnisse zu korrigieren. Solche Fragen sind keine Kontrolle, sondern eine Einladung zum weiteren Austausch und zur Vertiefung des Gesprächs. Sie zeigen Respekt vor der Meinung des anderen und ermutigen sie, ihre eigenen Gedanken und Gefühle zu artikulieren und zu reflektieren.

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Die Macht der nonverbalen Kommunikation entschlüsseln: Dein Körper spricht Bände

Wir alle wissen, dass Kommunikation nicht nur aus Worten besteht. Aber wie oft vergessen wir das im Alltag, besonders wenn wir mit Jugendlichen sprechen? Ich habe in meiner Arbeit immer wieder gemerkt, dass die nonverbale Kommunikation, also alles, was wir ohne Worte ausdrücken, oft lauter spricht als jede noch so gut gemeinte Rede. Ein Blick, eine Geste, eine Körperhaltung – all das kann Botschaften senden, die wir vielleicht gar nicht beabsichtigen, die aber von Jugendlichen mit ihrer oft feinen Antenne für Authentizität sofort wahrgenommen werden. Wenn ich zum Beispiel mit verschränkten Armen dastehe und predige, wie wichtig Offenheit ist, wird meine Botschaft kaum ankommen. Sie werden meine verschränkten Arme als Abwehrhaltung interpretieren, egal was ich sage. Es ist faszinierend zu beobachten, wie schnell junge Menschen nonverbale Signale deuten, und es ist unsere Verantwortung, uns dieser Macht bewusst zu sein. Ich versuche bewusst, eine offene Körperhaltung einzunehmen, Blickkontakt zu halten und meine Gestik einzusetzen, um meine Worte zu unterstreichen und nicht zu widersprechen. Das ist nicht immer einfach, besonders in stressigen Situationen, aber es macht einen riesigen Unterschied in der Art und Weise, wie Jugendliche uns wahrnehmen und wie bereit sie sind, sich uns zu öffnen. Es ist wie ein unsichtbarer Tanz, bei dem wir versuchen, im Gleichschritt zu bleiben, ohne die Führung zu übernehmen.

Blickkontakt und Körpersprache: Was sie uns verraten

Der Blickkontakt ist ein wahres Kommunikationswunder. Ein direkter, aber nicht starrender Blick kann Vertrauen signalisieren und zeigen, dass wir präsent und aufmerksam sind. Ich habe gelernt, dass ein Jugendlicher, der mir in die Augen schaut, oft bereit ist, sich zu öffnen, während ein abgewandter Blick oder nervöses Herumzappeln eher auf Unsicherheit, Desinteresse oder sogar eine Lüge hindeuten kann. Es ist kein starres Regelwerk, aber es sind wichtige Indikatoren. Auch die Körperhaltung spricht Bände. Eine offene Haltung mit unverkreuzten Armen und leicht zugewandtem Oberkörper signalisiert Offenheit und Zugänglichkeit. Wenn jemand jedoch die Arme verschränkt, wegschaut oder sich zurücklehnt, kann das ein Zeichen von Abwehr, Skepsis oder Unbehagen sein. Ich versuche immer, meine eigene Körpersprache bewusst so einzusetzen, dass sie einladend wirkt und die Jugendlichen ermutigt, sich wohlzufühlen. Und umgekehrt versuche ich, ihre Signale zu lesen, um besser zu verstehen, was in ihnen vorgeht. Manchmal reicht ein freundliches Nicken oder ein bestätigender Blick, um ihnen zu zeigen, dass wir sie sehen und hören, auch wenn sie gerade keine Worte finden. Diese kleinen Gesten können die größte Wirkung haben und eine Brücke bauen, wo Worte allein scheitern würden. Das Erkennen und Deuten dieser subtilen Signale ist eine Fähigkeit, die in der Jugendarbeit von unschätzbarem Wert ist und die Beziehungsebene maßgeblich beeinflusst.

Den Raum richtig nutzen: Nähe und Distanz

Neben Blickkontakt und Körpersprache spielt auch der Raum, den wir im Gespräch einnehmen, eine entscheidende Rolle. Gerade bei Jugendlichen ist das Thema Nähe und Distanz sehr sensibel. Zu viel Nähe kann als aufdringlich empfunden werden, zu viel Distanz als Desinteresse. Ich habe festgestellt, dass es wichtig ist, auf die individuellen Bedürfnisse jedes Jugendlichen einzugehen. Manche brauchen mehr Abstand, um sich sicher zu fühlen, andere suchen die Nähe. Es ist ein Balanceakt, bei dem man sensibel auf die Reaktionen des Gegenübers achten muss. Wenn ich merke, dass sich jemand zurückzieht, trete ich einen Schritt zurück. Wenn jemand sich sichtlich wohler fühlt und sich mir zuwendet, kann ich vorsichtig etwas näherkommen. Es geht darum, einen “sicheren Raum” zu schaffen, sowohl physisch als auch emotional, in dem sich der Jugendliche frei äußern kann. Auch die Umgebung selbst kann nonverbale Botschaften senden. Ein unordentlicher, lauter Raum kann signalisieren, dass man nicht wirklich wichtig ist, während ein aufgeräumter, ruhiger Ort Respekt und Wertschätzung ausdrückt. Ich versuche, wann immer möglich, einen solchen Raum zu schaffen, in dem sich die Jugendlichen entspannen und öffnen können. Die bewusste Nutzung von Raum und Distanz ist ein oft unterschätzter Aspekt der nonverbalen Kommunikation, der jedoch maßgeblich dazu beitragen kann, eine Atmosphäre des Vertrauens und der Offenheit zu schaffen. Es ist wie ein unsichtbarer Schild, der Sicherheit bietet und gleichzeitig einlädt.

Konflikte konstruktiv lösen: Wenn die Fetzen fliegen, Ruhe bewahren

Hand aufs Herz: Wo Menschen zusammenkommen, menschelt es, und das bedeutet auch, dass Konflikte unvermeidlich sind. Gerade in Gruppen mit Jugendlichen, wo unterschiedliche Charaktere, Meinungen und Entwicklungsstadien aufeinandertreffen, gehören Reibereien zum Alltag. Und ganz ehrlich, ich habe selbst oft genug Situationen erlebt, in denen ich am liebsten die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen hätte, weil die Emotionen so hochkochten. Aber genau hier liegt unsere Chance als Jugendleiter: Wir können den Jugendlichen zeigen, wie man Konflikte nicht nur austrägt, sondern auch konstruktiv löst. Es geht nicht darum, Streit zu vermeiden – denn Streit ist manchmal sogar notwendig, um Dinge zu klären und Grenzen auszuloten. Es geht darum, ihnen Werkzeuge an die Hand zu geben, um respektvoll miteinander umzugehen, auch wenn die Meinungen auseinandergehen. Ich sehe mich in solchen Situationen oft als eine Art Mediatorin, die nicht parteiisch ist, sondern den Raum hält und die Kommunikation lenkt. Es ist unglaublich befriedigend zu sehen, wie Jugendliche, die anfangs noch wütend oder frustriert waren, am Ende zu einer gemeinsamen Lösung finden und dabei nicht nur den Konflikt beilegen, sondern auch ihre sozialen Kompetenzen stärken. Das ist für mich der Kern von Jugendarbeit: Sie auf das Leben vorzubereiten, und dazu gehört eben auch, mit Auseinandersetzungen umgehen zu können.

Eskalation vermeiden: Frühzeitig Signale erkennen

Der Schlüssel zur konstruktiven Konfliktlösung liegt oft darin, die Anzeichen einer Eskalation frühzeitig zu erkennen. Ich habe gelernt, auf die kleinen Dinge zu achten: eine angespannte Körperhaltung, ein scharfer Tonfall, ein Blickwechsel, der mehr Ärger als Neugierde verrät. Manchmal sind es auch die subtilen Ausgrenzungen oder das Getuschel im Hintergrund, die auf schwelende Konflikte hindeuten. Es ist wie ein Frühwarnsystem, das uns sagt: “Hier braut sich etwas zusammen, sei aufmerksam!” Wenn ich solche Signale wahrnehme, versuche ich, proaktiv zu handeln, bevor die Situation völlig außer Kontrolle gerät. Das kann bedeuten, die Beteiligten beiseite zu nehmen, das Thema in einer ruhigeren Umgebung anzusprechen oder einfach nur meine Präsenz zu zeigen, um eine deeskalierende Wirkung zu erzielen. Wichtig ist, nicht zu warten, bis der Konflikt explodiert ist, sondern schon bei den ersten Anzeichen von Spannung einzugreifen. Das erfordert ein geschultes Auge und viel Fingerspitzengefühl, denn oft wollen Jugendliche ihre Konflikte erst einmal selbst austragen. Aber als Jugendleiterin ist es unsere Aufgabe, einen sicheren Rahmen zu gewährleisten und bei Bedarf Orientierung und Unterstützung zu bieten. Es geht nicht darum, ihre Probleme für sie zu lösen, sondern ihnen zu helfen, sie selbst zu lösen und dabei zu wachsen.

Gemeinsam Lösungen finden: Vom Problem zur Perspektive

Wenn ein Konflikt erst einmal offen zutage tritt, ist der nächste Schritt, die Jugendlichen dabei zu unterstützen, gemeinsam eine Lösung zu finden. Mein Ansatz ist es immer, die Jugendlichen nicht als “Streithähne” zu brandmarken, sondern sie als Partner bei der Lösungsfindung zu sehen. Das beginnt damit, beiden Seiten die Möglichkeit zu geben, ihre Perspektive darzulegen und ihre Gefühle auszudrücken – ohne Unterbrechung und ohne Bewertung von meiner Seite. Ich frage oft: “Was ist passiert? Wie fühlst du dich dabei? Was brauchst du, damit es dir besser geht?” Erst wenn beide Seiten gehört wurden und sich verstanden fühlen, können wir gemeinsam nach Wegen suchen, den Konflikt beizulegen. Ich schlage dann vor, Lösungsvorschläge zu sammeln, egal wie verrückt sie auf den ersten Blick erscheinen mögen. Das Wichtigste ist, dass die Lösungen von den Jugendlichen selbst kommen und sie sich mit ihnen identifizieren können. Es ist erstaunlich, wie kreativ sie dabei sein können, wenn man ihnen das Vertrauen schenkt. Manchmal sind es ganz einfache Kompromisse, manchmal erfordert es aber auch, alte Verhaltensmuster zu überdenken. Die Aufgabe der Jugendleitung ist es dabei, den Prozess zu moderieren, die Einhaltung von Regeln zu gewährleisten und sicherzustellen, dass die gefundene Lösung für alle Beteiligten akzeptabel und nachhaltig ist. Das Ziel ist immer, vom reinen “Problem” wegzukommen und eine neue, positive “Perspektive” zu entwickeln, die das Miteinander stärkt und für zukünftige Situationen wappnet.

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Empathie als Brücke: Sich wirklich in ihre Welt hineinversetzen

Ohne Empathie, so habe ich es in all den Jahren gelernt, ist jede Kommunikation mit Jugendlichen nur ein oberflächlicher Austausch. Es ist die Fähigkeit, sich wirklich in ihre Gefühlswelt hineinzudenken, ihre Freuden, Ängste und Sorgen nachzuempfinden, die die entscheidende Brücke zwischen uns und ihnen baut. Ich weiß noch, wie ich früher dachte, ich müsste immer die “starke” Jugendleiterin sein, die alle Antworten hat. Aber je mehr ich mich auf die Empathie eingelassen habe, desto mehr habe ich gemerkt, dass es viel wichtiger ist, menschlich zu sein und zuzugeben, dass man nicht alles weiß oder fühlt. Wenn ich mich wirklich auf einen Jugendlichen einlasse und versuche zu verstehen, warum er oder sie so empfindet, dann entsteht eine ganz andere Verbindung. Es ist nicht nur ein intellektuelles Verstehen, sondern ein emotionales Mitschwingen. Und das spüren Jugendliche sofort. Sie erkennen, ob unser Interesse echt ist oder nur aufgesetzt. Empathie bedeutet auch, die oft unsichtbaren Kämpfe zu sehen, die viele von ihnen austragen – sei es der Druck in der Schule, Unsicherheiten bezüglich der eigenen Identität oder Konflikte im Elternhaus. Wenn wir diese Perspektive einnehmen, fällt es uns leichter, geduldig zu sein, nicht zu verurteilen und die richtigen Worte zu finden, um Unterstützung anzubieten. Es ist für mich das Herzstück jeder erfolgreichen Jugendarbeit, denn nur wer sich verstanden fühlt, kann Vertrauen aufbauen und sich öffnen.

Perspektivwechsel üben: Ihre Brille aufsetzen

Der Perspektivwechsel ist eine der kraftvollsten empathischen Übungen, die ich kenne. Es bedeutet, aktiv zu versuchen, die Welt für einen Moment durch die Augen des Jugendlichen zu sehen. Wie fühlt es sich an, in einer Welt aufzuwachsen, die ständig online ist, in der der Druck, perfekt zu sein, allgegenwärtig ist und in der soziale Medien sowohl Segen als auch Fluch sein können? Ich stelle mir oft vor, wie ich mich fühlen würde, wenn ich ihre Probleme hätte, ihre Träume und ihre Ängste. Das hilft mir ungemein, ihre Reaktionen und Verhaltensweisen besser zu verstehen, selbst wenn sie auf den ersten Blick vielleicht irrational oder übertrieben wirken. Es geht darum, die eigene Erfahrung beiseitezuschieben und sich nicht von voreiligen Urteilen leiten zu lassen. Wenn ein Jugendlicher beispielsweise scheinbar grundlos wütend wird, frage ich mich: Was könnte der Auslöser sein? Fühlt er sich missverstanden, ungerecht behandelt, oder steckt vielleicht eine ganz andere Sorge dahinter, die er nicht direkt äußern kann? Dieser bewusste Perspektivwechsel ermöglicht es uns, über den Tellerrand zu blicken und die tieferen Ursachen für Verhaltensweisen zu erkennen. Es ist eine fortwährende Übung, die uns immer wieder daran erinnert, wie vielfältig und komplex die Lebensrealität junger Menschen ist und wie wichtig es ist, ihnen mit Offenheit und Verständnis zu begegnen.

Gefühle benennen und validieren: “Ich verstehe, dass…”

Ein weiterer essenzieller Aspekt der Empathie ist die Fähigkeit, Gefühle zu benennen und zu validieren. Oftmals sind Jugendliche selbst noch dabei, ihre eigenen Emotionen zu verstehen und in Worte zu fassen. Wenn wir ihnen dabei helfen, indem wir ihre Gefühle anerkennen und spiegeln, geben wir ihnen das Gefühl, gesehen und ernst genommen zu werden. Sätze wie “Ich verstehe, dass dich das traurig macht” oder “Es klingt, als wärst du frustriert über diese Situation” können wahre Wunder wirken. Sie zeigen dem Jugendlichen, dass seine Gefühle berechtigt sind und er nicht allein damit ist. Ich habe oft gemerkt, wie sich Jugendliche entspannen und öffnen, wenn sie hören, dass ihre Emotionen anerkannt werden, anstatt sie abgetan oder heruntergespielt zu bekommen. Es ist wichtig, dabei keine eigenen Interpretationen aufzudrängen, sondern lediglich das zu benennen, was man wahrnimmt. Diese Validierung schafft eine Atmosphäre des Vertrauens und der Sicherheit, in der sich Jugendliche trauen, noch mehr von sich zu zeigen. Es ist ein grundlegender Schritt, um eine emotionale Verbindung aufzubauen und zu zeigen, dass wir sie nicht nur als “Problemfall” sehen, sondern als ganze Persönlichkeit mit einem reichen Innenleben.

Grenzen setzen und Respekt fördern: Ein Balanceakt mit Fingerspitzengefühl

In der Jugendarbeit sind wir oft gefordert, eine Balance zu finden: Wir wollen Vertrauenspersonen sein, aber gleichzeitig auch klare Orientierung und Halt geben. Das Setzen von Grenzen ist dabei unerlässlich, und ich habe gelernt, dass es alles andere als ein Zeichen von Schwäche ist. Im Gegenteil: Klare Grenzen signalisieren Jugendlichen, dass wir sie ernst nehmen, dass wir uns kümmern und dass es Regeln gibt, die ein sicheres und respektvolles Miteinander ermöglichen. Manchmal mag es so aussehen, als würden sie Grenzen austesten und rebellieren, aber oft ist das auch ein Ruf nach Orientierung. Sie suchen Halt in einer oft unübersichtlichen Welt. Ich habe festgestellt, dass es nicht um starre Verbote geht, die man mit dem Holzhammer durchsetzt, sondern um sinnvolle Regeln, die wir transparent kommunizieren und die auch für uns selbst gelten. Wenn ich selbst respektvoll mit den Jugendlichen umgehe, ist die Wahrscheinlichkeit viel größer, dass sie auch mir Respekt entgegenbringen. Es ist ein Geben und Nehmen, bei dem wir als Erwachsene die Verantwortung tragen, den Rahmen zu setzen. Ich erinnere mich an eine Situation, in der ein Jugendlicher immer wieder zu spät zu Gruppenstunden kam. Statt ihn sofort zu bestrafen, habe ich das Gespräch gesucht, ihm erklärt, warum Pünktlichkeit wichtig ist und welche Auswirkungen sein Verhalten auf die Gruppe hat. Gemeinsam haben wir eine Lösung gefunden, und er hat gelernt, Verantwortung zu übernehmen. Es geht darum, nicht nur Grenzen zu ziehen, sondern auch zu erklären, warum diese Grenzen existieren, und sie mit Konsequenz, aber auch mit viel Empathie durchzusetzen.

Klare Ansagen machen: Ohne belehrend zu wirken

Niemand mag es, belehrt zu werden, und Jugendliche schon gar nicht. Dennoch ist es unsere Aufgabe, klare Ansagen zu machen, wenn es um Regeln und Erwartungen geht. Der Trick liegt darin, dies auf eine Art und Weise zu tun, die ernst genommen wird, ohne dabei den Jugendlichen das Gefühl zu geben, klein oder dumm zu sein. Ich versuche immer, “Ich”-Botschaften zu verwenden, anstatt Vorwürfe zu machen. Statt “Du kommst immer zu spät!” sage ich lieber: “Es macht mich besorgt, wenn du zu spät kommst, weil ich mir Gedanken mache und wir den Plan nicht einhalten können.” Das fokussiert auf meine Gefühle und die Auswirkungen, nicht auf die Person. Es ist auch wichtig, die Regeln kurz und prägnant zu formulieren und bei Bedarf zu wiederholen. Jugendliche brauchen Klarheit. Wenn Regeln schwammig sind oder sich ständig ändern, verlieren sie den Halt. Ich habe gute Erfahrungen damit gemacht, Regeln gemeinsam mit den Jugendlichen zu erarbeiten, wenn der Kontext es zulässt. Das schafft Akzeptanz und das Gefühl, mitbestimmen zu können. Und wenn eine Regel gebrochen wird, ist es wichtig, die Konsequenzen klar und konsequent, aber immer fair, durchzusetzen. Es geht nicht um Rache, sondern darum, aus Fehlern zu lernen. Dabei ist es entscheidend, ruhig und sachlich zu bleiben, auch wenn die Jugendlichen versuchen, uns in eine Diskussion zu verwickeln. Klare Ansagen ohne Belehrungen sind der Schlüssel zu einem respektvollen Miteinander.

Vertrauen aufbauen: Durch Konsequenz und Fairness

Grenzen setzen ist keine einmalige Angelegenheit, sondern ein fortlaufender Prozess, der vor allem auf Konsequenz und Fairness basiert. Wenn wir Regeln aufstellen, müssen wir auch bereit sein, diese konsequent einzuhalten, sowohl von unserer Seite als auch von Seiten der Jugendlichen. Nichts untergräbt die Glaubwürdigkeit schneller als leere Drohungen oder willkürliche Ausnahmen. Ich habe gelernt, dass Konsequenz nicht bedeutet, starr zu sein, sondern zuverlässig. Wenn eine Regel gebrochen wird, müssen die vorher besprochenen Konsequenzen eintreten. Aber eben auch nicht mehr. Jugendliche brauchen diese Verlässlichkeit, um Vertrauen aufzubauen. Gleichzeitig ist Fairness das A und O. Konsequenzen müssen altersgerecht, verhältnismäßig und nachvollziehbar sein. Wenn ein Jugendlicher das Gefühl hat, ungerecht behandelt zu werden, wird er sich verschließen und die Regeln nicht akzeptieren. Ich versuche immer, die Situation aus ihrer Sicht zu betrachten und im Zweifel noch einmal zu erklären, warum eine bestimmte Konsequenz notwendig ist. Es geht darum, ihnen zu zeigen, dass wir sie respektieren, auch wenn wir ihr Verhalten nicht gutheißen. Durch diese Mischung aus klaren Grenzen, konsequenter Durchsetzung und fairer Behandlung schaffen wir eine Umgebung, in der sich Jugendliche sicher fühlen, Fehler machen dürfen und lernen, Verantwortung für ihr Handeln zu übernehmen. Dieses Fundament des Vertrauens ist die Basis für jede gelingende Beziehungsarbeit und unerlässlich, um junge Menschen nachhaltig zu stärken.

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Authentizität zählt: Sei du selbst, aber richtig!

Ich kann es gar nicht oft genug betonen: Authentizität ist in der Jugendarbeit Gold wert. Jugendliche haben ein unglaublich feines Gespür dafür, wenn jemand eine Rolle spielt oder sich verstellt. Versuchen wir, jemand zu sein, der wir nicht sind, um “cool” zu wirken oder uns anzupassen, werden wir gnadenlos entlarvt – und das Vertrauen ist dahin. Ich habe das am eigenen Leib erfahren, als ich noch jünger war und dachte, ich müsste immer die perfekte Jugendleiterin sein, die alles weiß und nie Fehler macht. Das Ergebnis? Distanz. Die Jugendlichen haben sich nicht wirklich geöffnet. Erst als ich angefangen habe, auch mal meine Unsicherheiten zuzugeben, zu erzählen, dass ich auch nicht immer den Durchblick habe oder selbst mal etwas doof finde, ist eine echte Verbindung entstanden. Es geht nicht darum, alle unsere privaten Details preiszugeben, sondern darum, echt zu sein. Zu zeigen, dass wir auch Menschen sind, mit all unseren Stärken und Schwächen. Das schafft eine Ebene der Gleichwertigkeit und macht uns nahbar. Jugendliche suchen nach Vorbildern, ja, aber noch mehr suchen sie nach echten Menschen, die sie verstehen und denen sie vertrauen können. Wenn wir authentisch sind, vermitteln wir ihnen auch die wichtige Botschaft, dass es okay ist, man selbst zu sein und dass man nicht perfekt sein muss, um wertvoll zu sein. Das ist eine der wichtigsten Lektionen, die ich ihnen mit auf den Weg geben möchte.

Deine eigenen Erfahrungen teilen: Aber bitte nicht ausschweifend

Das Teilen eigener Erfahrungen ist ein mächtiges Werkzeug, um eine Verbindung zu Jugendlichen aufzubauen – aber es ist ein zweischneidiges Schwert, das mit Bedacht eingesetzt werden muss. Ich habe gelernt, dass es nicht darum geht, ausschweifende Geschichten aus meiner Jugend zu erzählen oder ihnen das Gefühl zu geben, dass meine Probleme damals viel schlimmer waren. Das bewirkt oft das Gegenteil. Vielmehr geht es darum, gezielt kleine Anekdoten oder persönliche Gefühle zu teilen, die eine Brücke zu ihren aktuellen Herausforderungen schlagen. Wenn ein Jugendlicher beispielsweise über den Druck in der Schule klagt, könnte ich sagen: “Ich weiß noch, wie ich mich vor meinen Abiturprüfungen gefühlt habe – der Kopf war voll, und ich dachte, ich schaffe das nie.” Solche kurzen Einblicke in meine eigene Gefühlswelt zeigen Empathie und signalisieren: “Ich kenne das Gefühl, du bist damit nicht allein.” Es geht darum, Parallelen zu ziehen, ohne zu vergleichen oder zu belehren. Ich nutze meine Erfahrungen, um Verständnis zu zeigen und möglicherweise neue Perspektiven zu eröffnen, nicht um mich in den Mittelpunkt zu stellen. Diese sparsam und gezielt eingesetzten persönlichen Geschichten können eine unglaubliche Wirkung haben und das Vertrauen stärken, weil sie uns menschlich und nahbar machen, ohne die professionelle Distanz zu verlieren.

Fehler zugeben können: Menschlichkeit zeigen

Mal ehrlich, niemand ist perfekt, und wir als Jugendleiterinnen und Jugendleiter schon gar nicht. Der Mut, eigene Fehler zuzugeben, ist für mich eine der stärksten Formen der Authentizität. Ich habe festgestellt, dass es nicht unsere Unfehlbarkeit ist, die Respekt schafft, sondern unsere Fähigkeit, menschlich zu sein und zu unseren Fehlern zu stehen. Wenn ich beispielsweise einen Fehler in der Planung gemacht habe oder eine Situation falsch eingeschätzt habe, sage ich das offen. Sätze wie “Entschuldigt bitte, das war mein Fehler, ich habe das falsch eingeschätzt” wirken Wunder. Sie zeigen den Jugendlichen, dass es in Ordnung ist, Fehler zu machen, und dass man daraus lernen kann. Es nimmt den Druck von ihnen, selbst immer perfekt sein zu müssen, und schafft eine Atmosphäre, in der Offenheit und Lernbereitschaft gefördert werden. Diese Ehrlichkeit baut nicht nur Vertrauen auf, sondern stärkt auch unsere eigene Glaubwürdigkeit. Wer sich selbst nicht zu ernst nimmt und über eigene Fehltritte lachen oder sie reflektieren kann, wird von Jugendlichen viel eher als authentische und vertrauenswürdige Person wahrgenommen. Das ist für mich eine essenzielle Lektion, die ich im Laufe meiner Arbeit gelernt habe: Menschlichkeit zeigen ist stärker als jede aufgesetzte Fassade der Perfektion.

Die Bedeutung von Kommunikation in der Jugendarbeit ist enorm, und es gibt viele Facetten, die wir beachten können, um wirklich eine Verbindung aufzubauen. Hier ist eine kleine Übersicht wichtiger Aspekte, die mir in meiner täglichen Praxis immer wieder begegnen und die ich als grundlegend für eine erfolgreiche Interaktion empfinde:

Aspekt Beschreibung Warum es wichtig ist für die Jugendarbeit
Aktives Zuhören Volle Konzentration auf das Gesagte und die nonverbalen Signale des Gegenübers, mit echtem Interesse und ohne Unterbrechung. Baut Vertrauen auf, gibt Jugendlichen das Gefühl, gehört und ernst genommen zu werden, und ermöglicht es ihnen, selbst Lösungen zu finden.
Empathie Die Fähigkeit, sich in die Gefühlswelt des Jugendlichen hineinzuversetzen und seine Perspektive zu verstehen. Schafft eine tiefe Verbindung, fördert Offenheit und Verständnis für Verhaltensweisen, auch wenn diese schwer nachvollziehbar erscheinen.
Nonverbale Kommunikation Bewusstsein für die eigene Körpersprache, Mimik und Gestik sowie die Fähigkeit, diese bei Jugendlichen zu deuten. Vermeidet Missverständnisse, verstärkt verbale Botschaften und offenbart oft ungesagte Emotionen oder Gedanken.
Authentizität Echtheit und Ehrlichkeit im Auftreten; die Bereitschaft, menschlich zu sein und eigene Erfahrungen oder auch Fehler zu teilen. Fördert Glaubwürdigkeit und Nahbarkeit, hilft Jugendlichen, sich selbst zu akzeptieren und Vertrauen aufzubauen.
Konfliktlösung Fähigkeit, Spannungen und Streitigkeiten konstruktiv zu begleiten und die Jugendlichen zur gemeinsamen Lösungsfindung anzuleiten. Stärkt soziale Kompetenzen, lehrt respektvollen Umgang mit Meinungsverschiedenheiten und sorgt für ein harmonisches Gruppengefüge.
Klare Grenzen setzen Transparentes Kommunizieren von Regeln und Erwartungen, die konsequent und fair durchgesetzt werden, aber auch erklärt werden. Bietet Jugendlichen Orientierung und Sicherheit, fördert Verantwortungsbewusstsein und Respekt.

글을 마치며

Es ist wirklich eine Reise, die wir als Begleiter und Unterstützer unserer Jugend antreten. Eine Reise, die uns immer wieder herausfordert, uns neu zu erfinden und vor allem: unser Herz offen zu halten.

Ich hoffe sehr, dass diese Gedanken und Erfahrungen euch ein paar neue Impulse geben konnten, wie wir unsere Kommunikation noch bewusster und effektiver gestalten können.

Denn am Ende des Tages geht es nicht darum, perfekt zu sein, sondern darum, präsent zu sein – menschlich, authentisch und voller Empathie. Die jungen Menschen von heute sind die Zukunft von morgen, und jede Brücke des Verständnisses, die wir bauen, ist eine Investition in diese Zukunft.

Lasst uns gemeinsam diese wichtige Aufgabe mit Leidenschaft und Offenheit angehen!

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알아두면 쓸모 있는 정보

1.

Digitale Kompetenzen stärken: Verbringt selbst Zeit auf den Plattformen, die Jugendliche nutzen (TikTok, Instagram, Discord). Ihr müsst keine Experten werden, aber ein Grundverständnis hilft ungemein, ihre Welt besser zu verstehen und relevante Gesprächsthemen zu finden. Das öffnet Türen zu ihrer Lebensrealität und schafft Vertrauen.

2.

Regelmäßige Check-ins einplanen: Auch wenn es stressig wird, versucht, kleine Momente für persönliche Gespräche zu schaffen. Manchmal reicht ein kurzes “Wie geht’s dir wirklich?” im Vorbeigehen, um zu signalisieren, dass ihr da seid. Solche kurzen, aber aufrichtigen Interaktionen können eine große Wirkung haben.

3.

Mentoring-Programme in Betracht ziehen: Für manche Jugendliche kann der Austausch mit älteren Peers oder jungen Erwachsenen, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben, enorm hilfreich sein. Überlegt, ob ihr solche Programme in eurer Einrichtung etablieren oder vermitteln könnt. Das erweitert das Spektrum an Unterstützungsmöglichkeiten erheblich.

4.

Schulungen zu emotionaler Intelligenz: Auch wir als Erwachsene können immer dazulernen. Workshops oder Kurse zum Thema emotionale Intelligenz, aktives Zuhören oder gewaltfreie Kommunikation sind Gold wert. Sie schärfen unsere eigenen Fähigkeiten und helfen uns, noch besser auf die Bedürfnisse der Jugendlichen einzugehen.

5.

Netzwerkarbeit mit anderen Institutionen: Tauscht euch regelmäßig mit Lehrern, Sozialarbeitern, Psychologen und anderen Jugendorganisationen aus. Eine starke Gemeinschaft kann Ressourcen bündeln und sicherstellen, dass Jugendliche bei Bedarf die bestmögliche Unterstützung erhalten, die über das hinausgeht, was wir alleine leisten können.

중요 사항 정리

Die effektive Kommunikation mit Jugendlichen ist ein vielschichtiges Fundament unserer Arbeit. Es beginnt damit, ihre digitale Lebenswelt anzuerkennen und zu verstehen, ohne dabei die Gefahren wie Cybermobbing zu ignorieren.

Aktives Zuhören ist dabei nicht nur eine Technik, sondern eine Haltung, die Vertrauen schafft und den Jugendlichen Raum für eigene Lösungen bietet. Ebenso essenziell ist das Bewusstsein für nonverbale Signale, sowohl unsere eigenen als auch die der Jugendlichen, die oft mehr verraten als Worte.

Wenn Konflikte entstehen, ist es unsere Aufgabe, diese konstruktiv zu begleiten und den Jugendlichen Werkzeuge für respektvollen Umgang an die Hand zu geben.

All dies wird getragen von Empathie – der echten Bereitschaft, sich in ihre Welt hineinzuversetzen – und der Fähigkeit, klare Grenzen zu setzen, die Sicherheit und Orientierung bieten.

Letztlich ist es unsere Authentizität, unsere Menschlichkeit, die die tiefste Verbindung schafft und Jugendlichen zeigt, dass sie gesehen, gehört und wertgeschätzt werden.

Häufig gestellte Fragen (FAQ) 📖

F: ragt eure Jugendlichen, was sie gerade begeistert, was sie auf TikTok lustig finden oder in welcher Discord-Gruppe sie abhängen. Und ganz wichtig: Hört wirklich zu, ohne sofort zu bewerten oder Ratschläge zu erteilen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ein einfaches „Erzähl mal, was machst du da gerade?“ oder „Was findest du an diesem Spiel so toll?“ oft Türen öffnet. Manchmal habe ich mir auch selbst kurz einen

A: ccount erstellt, um ein Gefühl dafür zu bekommen – aber Achtung, nicht zum Stalker mutieren! Es geht nicht darum, alles zu verstehen, sondern zu zeigen, dass ihre Welt euch wichtig ist.
Und ganz ehrlich, oft lernen wir dabei selbst noch so viel Neues und Spannendes dazu! Q2: Wie schaffe ich es, echtes Vertrauen zu Jugendlichen aufzubauen, wenn ihre Kommunikation doch so oft online stattfindet?
A2: Das ist eine superwichtige Frage, die mir auch lange Kopfzerbrechen bereitet hat. In einer Welt, in der Likes und Follower oft im Vordergrund stehen, kann es sich anfühlen, als wäre es schwer, eine tiefe, vertrauensvolle Beziehung aufzubauen.
Meine persönliche Erfahrung hat gezeigt: Vertrauen wächst immer noch am besten im echten Leben, auch wenn die Online-Welt eine Rolle spielt. Es geht darum, ein verlässlicher Ankerpunkt zu sein.
Seid präsent, nicht nur online, sondern auch im persönlichen Kontakt. Das bedeutet: Zuhören, wenn sie reden, auch wenn es um vermeintlich „kleine“ Probleme geht.
Nehmt ihre Sorgen ernst, egal ob es um einen Streit in der Schul-WhatsApp-Gruppe oder um Leistungsdruck geht. Ich habe gemerkt, dass Jugendliche sehr feinfühlig sind, ob unser Interesse echt ist.
Wenn wir authentisch sind, uns nicht verstellen und auch mal zugeben, wenn wir etwas nicht wissen oder verstehen, dann entsteht eine ganz andere Basis.
Schafft Räume, in denen sie sich sicher fühlen, sich öffnen zu können – das kann bei einem gemeinsamen Jugendgruppenabend sein oder bei einem ganz ungezwungenen Gespräch nach einer Aktion.
Vertrauen ist wie eine Pflanze: Es braucht Zeit, Pflege und ganz viel ehrliche Zuwendung, um zu wachsen. Q3: Wenn es um ernste Themen wie Cybermobbing oder Identitätssuche im Netz geht, wie spreche ich das am besten an, ohne dass die Jugendlichen sofort zumachen?
A3: Puh, das ist wirklich eine der größten Herausforderungen und eine Situation, die ich leider schon viel zu oft erlebt habe. Gerade bei so sensiblen Themen ist die Gefahr groß, dass sich Jugendliche sofort missverstanden oder angegriffen fühlen und dichtmachen.
Der Schlüssel liegt meiner Meinung nach darin, eine Atmosphäre des Vertrauens und der Sicherheit zu schaffen, bevor das Thema überhaupt konkret wird. Beginnt mit allgemeinen Beobachtungen oder Fragen: „Habt ihr schon mal mitbekommen, dass jemand online unfair behandelt wurde?“ oder „Wie findet ihr, dass man sich am besten im Netz präsentiert?“ Ich habe festgestellt, dass es hilft, wenn man nicht direkt mit dem Finger auf jemanden zeigt, sondern das Thema als allgemeines Phänomen anspricht.
Erzählt vielleicht von einer fiktiven Geschichte oder einer Situation, die ihr „gehört“ habt, um eine Diskussion anzustoßen. Ganz wichtig ist, immer wieder zu betonen: „Ich bin für dich da, egal was passiert.“ Zeigt auf, welche Unterstützung es gibt, sei es durch euch, andere Vertrauenspersonen oder externe Beratungsstellen.
Es geht nicht darum, eine schnelle Lösung zu finden, sondern darum, ein offenes Ohr zu haben, die Jugendlichen in ihren Gefühlen zu bestätigen und gemeinsam mögliche nächste Schritte zu überlegen.
Das Wichtigste ist, dass sie wissen, sie sind nicht allein.

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